
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung entwickeln Städte und Gemeinden Strategien für eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Im Landkreis Lüneburg liegen einige Pläne bereits vor. Die Hansestadt Lüneburg hat ihre Wärmeplanung im vergangenen Jahr abgeschlossen. Doch die Planung ist nur der erste Schritt. Damit aus den Konzepten Realität wird, braucht es Gebäudesanierungen, moderne Heizungen, passgenaue Lösungen für Quartiere und entsprechende Investitionen.
Wie dieser Weg gelingen kann, stand am Freitag, 05. Juni 2026, im Mittelpunkt des halbjährlichen Treffens des Forschungsprojekts „WärmeZIEL“ in Reppenstedt. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Kommunen und Energiewirtschaft kamen zusammen, um über die nächsten Schritte der Umsetzung der Wärmeplanung zu beraten.
Das Projekt „WärmeZIEL“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des Förderprogramms „Vom Plan zur Wende“ gefördert. Beteiligt sind als Verbundpartner das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung e.V., das ECOLOG-Institut für sozial-ökologische Forschung und Bildung GmbH, die Samtgemeinde Gellersen, die Samtgemeinde Dahlenburg und die Hansestadt Lüneburg. Assoziierte Partner sind der Landkreis Lüneburg, die Avacon Netz GmbH, die Gemeinde Adendorf, die Stadt Bleckede sowie die Samtgemeinde Scharnebeck.
Professorin Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und Professorin für Energiewirtschaft und Energiepolitik an der Leuphana Universität betont: „Das Forschungsprojekt kombiniert einen Systemblick auf den Strom-, Verkehrs- und Wärmesektor mit konkreten Umsetzungsideen in Quartieren vor Ort. Genau das brauchen wir für die Wärmewende.“
Im weiteren Projektverlauf werden die Forschenden Workshops und Befragungen in Quartieren der Partnerkommunen durchführen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen auch anderen Kommunen bei der Umsetzung der Wärmeplanung helfen.